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Aktuelles Amt für Wirtschaftsförderung, Energie und Tourismus


11.04.2017

Frühjahrsarbeitssitzung der Wirtschaftsförderung

Bei der Frühjahrsarbeitssitzung der Wirtschaftsförderung Main-Tauber-Kreis wurden die Projekte und Vorhaben im nächsten halben Jahr auf den Weg gebracht. Als zentrales Thema wurde vereinbart, auch künftig nachhaltig den Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis zu bewerben, um den inzwischen erreichten Wachstumskurs fortsetzen zu können.

Dezernent Jochen Müssig leitete die Frühjahrsarbeitssitzung im Landratsamt, zu der die Vertreter der Städte und Gemeinden, der Industrie und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und weiterer wirtschaftsnaher Institutionen zusammenkamen. Jochen Müssig erläuterte, dass zur Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis in den zurückliegenden Monaten Flyer aktualisiert und neue Broschüren geschaffen wurden. Unter anderem stellte er die Broschüre „Wann dürfen Asylsuchende arbeiten?“ vor. Darin wird in komprimierter Form dargestellt, zu welchem Zeitpunkt Asylbewerber, Flüchtlinge oder geduldete Personen eine Beschäftigung aufnehmen können.

Mit der Initiative „Karriere daheim“ setzt die Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden weiterhin darauf, die jungen Menschen bereits in den Schulen auf die beruflichen Perspektiven an Tauber und Main hinzuweisen. „Wir haben hierzu jetzt ein System – bestehend aus Plakat und Flyer-Ausgabe – entwickelt, mit dem wir wechselnd junge Menschen in den Schulen im Main-Tauber-Kreis auf eine duale Ausbildung oder auch ein duales Studium ansprechen möchten“, sagte Dezernent Jochen Müssig weiter.

Informiert wurde zum Thema „Karriere daheim“ auch über die laufenden Rundfunkspots bei Radio TON und über ein geplantes Filmprojekt in Zusammenarbeit mit dem regionalen Fernsehsender TV Touring in Würzburg. Für den Fernsehbeitrag läuft gegenwärtig eine Interessenabfrage bei den heimischen Unternehmen. Die Vertriebsaktivitäten und die Werbung für den Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis werden zudem durch Anzeigen im Innen- und Außenmarketing, den Besuch von Hochschulkontaktmessen und den Auftritt auf der Messe „Expo Real“ im Oktober fortgesetzt. Die Aktivitäten werden durch Pressearbeit ergänzt.

Die Summe aller Bemühungen der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Städte und Gemeinden und natürlich vor allem der Unternehmen schlagen sich heute in einem deutlichen Wirtschaftswachstum im Main-Tauber-Kreis nieder. Anhand statistischer Erhebungen lässt sich belegen, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2007 bis ins Jahr 2016 um rund 7.600 Plätze angestiegen ist. „Dies entspricht einem Wachstum von 16,6 Prozent in zehn Jahren“, sagte Jochen Müssig.

Inzwischen sind im Main-Tauber-Kreis 53.100 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Geschäftsführer Dr. Andreas Schumm von der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH merkt an, dass die Wachstumsraten bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Main-Tauber-Kreis im Vergleich zu Baden-Württemberg deutlich höher ausgefallen sind. Sehr erfreulich hat sich auch die Arbeitslosenquote entwickelt. Sie verringerte sich von 4,8 Prozent im Jahr 2007 auf 3,2 Prozent im Jahr 2016.

Der Amtsleiter der Wirtschaftsförderung, Rico Neubert, informierte, dass der auf Initiative von Landrat Reinhard Frank geschaffene Zukunftspreis des Main-Tauber-Kreises im Jahr 2018 erneut ausgelobt wird. Zur Vorbereitung wird die Jury bereits im Oktober dieses Jahres zusammenkommen. Die Ausschreibung erfolgt Anfang 2018. Alle Betriebe im Main-Tauber-Kreis von der Industrie bis zum Handwerk werden ausreichend Bewerbungszeit erhalten.

Eingegangen wurden auch auf die Ergebnisse des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum, welches in diesem Jahr für den Main-Tauber-Kreis ein gutes Zuschussergebnis brachte. Insgesamt fließen rund 2,6 Millionen Euro Fördergelder des Landes Baden-Württemberg in die Städte und Gemeinden. Damit werden vielfältige Strukturmaßnahmen, Innenortentwicklungen oder wirtschaftliche Projekte unterstützt.

Thema der Frühjahrsarbeitssitzung waren nochmals die Ergebnisse der Pendlerstudie aus dem Jahr 2016. Jochen Müssig erklärte, dass sich die Einpendler- und Auspendlerzahlen in etwa auf dem gleichen Niveau bewegen. Um Einpendler dauerhaft für den Landkreis zu gewinnen, muss das Wohnraumangebot erweitert werden. Mit Freude wurde deshalb festgestellt, dass bereits in zahlreichen Städten und Gemeinden Wohnprojekte gestartet wurden. Erinnert wurde daran, dass für einen erfolgreichen Zuzug neben dem Arbeitnehmer auch dessen Lebenspartner oder Lebenspartnerin angesprochen werden muss.

Breiten Raum nahm die Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis ein. Zahlreiche Bürgermeister meldeten sich zu Wort und informierten sich über die Planung. Bürgermeister Elmar Haas (Ahorn) fragte nach, ob das vorgegebene Ziel des flächendeckenden Breitbandausbaus im Main-Tauber-Kreis bis Ende 2018 einzuhalten ist. Dieses Ziel ist nach Aussage der Deutschen Telekom nach wie vor anvisiert, bestätigen die Vertreter des Landkreises. Mit dem Breitbandausbau hoffen alle Städte und Gemeinden, die Kammern und auch die Bildungseinrichtungen, gegenüber dem Ballungsraum weiter aufzuholen. Auf der Homepage der Wirtschaftsförderung unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau ist der Ausbau- und Umsetzungsplan eingestellt.

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises wird in den nächsten Monaten zusätzliche Aktivitäten starten. Damit ist immer das Ziel verbunden, den Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis in ein positives Licht zu setzen. Am Montag, 24. April, ist der Besuch der Hannover Messe durch eine kommunale Delegation vorgesehen. Am Dienstag, 9. Mai, werden die länderübergreifenden Gespräche mit dem Landkreis Würzburg in Giebelstadt fortgesetzt, und am Dienstag, 23. Mai, gibt es erstmals einen Kreishandwerkerempfang im Main-Tauber-Kreis. Dabei möchte Landrat Reinhard Frank vor allem das Gespräch zur Kreishandwerkerschaft suchen und Lösungen andenken, um dem in einigen Berufen bereits eingesetzten Bewerbermangel zu begegnen.

Im Herbst 2017 ist ein erneutes Wirtschaftsgespräch vorgesehen. Wirtschaftspsychologe Stephan Meyer aus Friedrichsdorf wird dabei zum Thema „Anleitung zum Unvernünftig sein – fünf Thesen, wie man mit Veränderung umgeht“ sprechen. Dieser Abend richtet sich an Unternehmensvertreter aus Wirtschaft, Handel und Handwerk sowie Repräsentanten aus dem öffentlichen Bereich. Sowohl der Kreishandwerkerempfang als auch das Wirtschaftsgespräch werden durch die Sparkasse Tauberfranken unterstützt.

Informationen zum Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis, zu den Projekten „Karriere daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“ sowie zum Breitbandausbau gibt es bei der Wirtschaftsförderung im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5809, E-Mail wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de.

 

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