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10.03.2017

Fachkräfte im Raum Würzburg und Main-Tauber binden

Auf Einladung der Landräte Eberhard Nuß (Landkreis Würzburg) und Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis) trafen sich erstmals die Industrie- und Handelskammern (IHK) Würzburg-Schweinfurt mit der IHK Heilbronn-Franken und die Handwerkskammern Unterfranken und Heilbronn-Franken zu einem gemeinsamen Wirtschaftsgespräch im Landratsamt Würzburg. Die Kreishandwerkerschaft des Main-Tauber-Kreises war durch Kreishandwerkermeister Michael Szabo vertreten. Ziel des Treffens war es, die Rahmenbedingungen für Ausbildung und Arbeit im Raum Würzburg und Main-Tauber zukünftig noch erfolgreicher zu gestalten.

Landkreisübergreifendes Gespräch in Würzburg

Die Landräte Nuß und Frank waren sich einig, dass eine gemeinsame Ausrichtung der Kammern und der Wirtschaftsförderung für die gesamte Region notwendig sei. Weder für die Bewohner noch für die Unternehmen spielen die Landkreis- und Landesgrenzen eine Rolle, erklärten die Landräte. Die Pendlerströme und bestehende kommunale und wirtschaftliche Kooperationen seien Belege für die engen Verbindungen. „Wir müssen den regionalpolitischen Verflechtungsraum Würzburg und Main-Tauber als wahrnehmbare Größe positionieren. Er ist von den engen Beziehungen in der Wirtschaft, in der Kultur und bei den Hochschulen geprägt“, sagte Landrat Frank. Dazu müsse die Zusammenarbeit der Kreise intensiviert werden. Auch das Bus- und Bahn-Angebote müsse noch besser verzahnt werden.

In diesem Zusammenhang regte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, Elke Döring an, gemeinsam einen Forderungskatalog zur landkreisübergreifenden Optimierung des ÖPNV zu entwickeln. Es wurde besprochen, dass der Geltungsbereich des Würzburger Semestertickets für Studierende auch auf den Main-Tauber-Kreis ausgedehnt werden sollte. Generell sollten die Bus- und Bahnfahrpreise im Main-Tauber-Kreis und in Mainfranken besser aufeinander abgestimmt werden.

Prof. Dr. Ralf Jahn, Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, stellte fest, dass die hohe Zahl der Studierenden zwangsläufig zu Problemen bei der Nachwuchsgewinnung für die dualen Ausbildungsgänge führe. Besonders der Handel und das Handwerk seien davon stark betroffen und würden diese Entwicklung teilweise als existenzbedrohend sehen. Es bestand Einigkeit, dass im ländlichen Raum Kleinklassen an den beruflichen Schulen in begründeten Fällen auch dauerhaft zulässig sein müssen, wenn dadurch der Nachwuchs in Mangelberufen gesichert werden kann.

Als wichtig erachten alle Teilnehmer des Wirtschaftsgesprächs eine noch stärkere Vernetzung der berufsbildenden Einrichtungen. Auch die Hochschulen sollten hier mit den Kammern vernetzt sein, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze für die Region zu erhalten und neue zu schaffen. Jochen Müssig, Dezernent für Kreisentwicklung und Bildung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis war es ein wichtiges Anliegen, dass Auszubildende unkompliziert die zu ihrem Wohn- und Ausbildungsort ideal gelegene Berufsschule besuchen können, auch wenn dabei Landkreisgrenzen überschritten werden müssen: „Solche Gastschulverhältnisse müssen zum Tagesgeschäft werden.“ Frank Werth, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, erklärte hierzu, dass sich rund 18.500 Handwerksbetriebe in Unterfranken dem Thema Fachkräftesicherung widmen müssen. Die Studierenden sollten nach Möglichkeit von einem neuen Medium für die Region Würzburg – Main-Tauber profitieren, in dem sich die Hochschulen mit ihren Angeboten sowie die Arbeitgeber mit Stellen- und Praktikums-Angeboten vorstellen können.

Am Dienstag, 9. Mai, findet in Giebelstadt das zweite landkreis- und länderübergreifende Regionaltreffen mit dem Schwerpunkt „Gründerregion-Gründerszene“ statt. „Damit ist ein weiterer Schritt für die engere Zusammenarbeit getan, die auch nach außen hin wahrgenommen wird“, sagten die Landräte Eberhard Nuß und Reinhard Frank erfreut. Zudem wollen die Akteure des Wirtschaftsgesprächs mit einem gemeinsamen Thesenpapier und Leitzielen auf Unternehmen, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger zugehen, um für eine strategische und erfolgreiche Zusammenarbeit zu werben.

 

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