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16.02.2017

Ausbildungsbotschafter geehrt und verabschiedet

Landrat Reinhard Frank und der Geschäftsführer des Firmenausbildungsverbundes fabi e.V., Wolfgang Brand, haben im Rahmen der landesweiten Initiative „Ausbildungsbotschafter“ 25 junge Menschen ausgezeichnet und verabschiedet. Diese haben sich während ihrer Ausbildung im vergangenen Schuljahr Ausbildungsbotschafter für die duale Berufsausbildung engagiert. „Mit ihrem vorbildlichen Einsatz unterstützten die Ausbildungsbotschafter die Unternehmen bei der Arbeitskräftegewinnung und zeigten Schülern praxisnah und authentisch den Weg der Berufsausbildung auf“, hob Landrat Frank hervor.

Verabschiedung der Ausbildungsbotschafter

Ziel der Initiative Ausbildungsbotschafter ist es, Jugendliche, Eltern und Lehrer über Karrierewege und Vorteile einer dualen Ausbildung zu informieren. Die Ausbildungsbotschafter werben in den örtlichen Schulen für die duale Berufsausbildung und berichten von ihren eigenen praktischen Erfahrungen.

Landrat Reinhard Frank dankte einerseits den Ausbildungsbotschaftern für ihren ehrenamtlichen Einsatz als Botschafter für die duale Ausbildung im Main-Tauber-Kreis und andererseits den Betrieben, die die Ausbildungsbotschafter freistellen und entsenden. Er ging auch auf die gegenwärtige Arbeitsmarktsituation ein. „In einigen Branchen wird es zunehmend schwieriger Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Trend zum Studium verschärft den Wettbewerb um gute Auszubildende zusätzlich“, sagte Frank. Der Landrat war sich außerdem sicher, dass sich die Tätigkeit als Botschafter auch positiv auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt habe. Denn es gehöre auch immer etwas Mut dazu, sich vor eine Klasse zu stellen und von seinem Berufsalltag zu berichten.

Geschäftsführer Wolfgang Brand ließ in seiner Ansprache das vergangene Einsatzjahr Revue passieren und dankte den Verantwortlichen der Betriebe und des Main-Tauber-Kreises für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen. „Die Fachkräftesicherung stellt in der Region nach wie vor eine Herausforderung dar“, sagte Geschäftsführer Brand. Er betonte zugleich, dass junge Menschen für eine duale Berufsausbildung oder einen dualen Studiengang begeistert werden müssen, um so „die zukünftige Versorgung mit Fachkräften für unsere Betriebe sicher zu stellen.“

Jochen Müssig, Dezernent für die Wirtschaftsförderung beim Landratsamt Main-Kreis, ergänzte, dass das Projekt „Ausbildungsbotschafter“ sich sehr sinnvoll in die Landkreiskampagne „Karriere daheim“ einfügt: „Mit dieser Kampagne engagiert sich die Landkreisverwaltung dafür, jungen Menschen mögliche berufliche Karrieremöglichkeiten in ihrem Heimatlandkreis vorzustellen.“ Dieses Angebot bereichere die schulische Berufsorientierung.

Jeweils zwei junge Auszubildende besuchen im Rahmen des Projektes „Ausbildungsbotschafter“ gemeinsam eine Schulklasse, berichten von ihrem Beruf, dem Weg dorthin, der Berufsausbildung und den Karrieremöglichkeiten. Im Anschluss stellen sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Die Wirtschaftsförderung Main-Tauber-Kreis nimmt seit September 2011 mit dem Kooperationspartner Fabi e.V. an dem vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg landesweit gefördertem Projekt teil.

Im Main-Tauber-Kreis wurden seit Projektbeginn rund 300 Ausbildungsbotschafter geschult. Bei ihren Einsätzen haben sie rund 4500 Schüler erreicht. Die Förderung der Initiative Ausbildungsbotschafter ist aktuell noch bis Ende des Jahres vom Ministerium bewilligt. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau stellt dem Main-Tauber-Kreis als Projektförderung für den Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2017 einen Zuschuss in Höhe von bis zu 41.190 Euro zur Verfügung.

INFO

Die Leitstelle der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg geförderten Landesinitiative Ausbildungsbotschafter ist beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag angesiedelt. Weitere Partner der Initiative sind der Baden-Württembergische Handwerkstag, die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e.V. und der Deutsche Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg. Landesweit übernehmen 25 Koordinatoren die Gewinnung, Vorbereitung und Begleitung der Auszubildenden sowie die Planung und Steuerung der Schuleinsätze. Die Kreis-Wirtschaftsförderung hat den Firmenausbildungsverbund fabi e.V. mit der Koordination des Projektes im Main-Tauber-Kreis beauftragt.

 

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