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Ausbildung mittlerer nichttechnischer Dienst - "Erfahrungsbericht"

Saskia Pitz (19) ist seit mittlerweile acht Monaten in unserem Landratsamt tätig. Seit dem 1. September 2010 durchläuft sie eine Ausbildung für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst. 18 Monate ihrer insgesamt zwei Jahre dauernden Ausbildung wird sie in den verschiedenen Fachämtern der Kreisverwaltung und im Blockschulunterricht in der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim verbringen. Die restlichen sechs Monate befindet sie sich auf einem Lehrgang an der Verwaltungsschule in Esslingen.

Saskia Pitz gefällt an ihrer Ausbildung, dass sie in viele verschiedene Bereiche Einblicke bekommt

Momentan lernt Saskia Pitz die Arbeit der Personalabteilung kennen. Zuvor war sie bereits im Sozial- und im Veterinäramt sowie auf der Poststelle im Einsatz. Saskia Pitz empfindet ihre Ausbildung als abwechslungsreich, auf einen einmonatigen praktischen Ausbildungsteil in einem Fachamt folgt jeweils eine einmonatige Berufsschulperiode. „Meine Ausbildung gefällt mir gut. Ich würde sie auch wieder machen, weil es viele verschiedenen Bereiche sind, in die man hereinschauen kann“, sagt Saskia Pitz. „Am besten haben mir bisher das Sozial- und das Veterinäramt gefallen. Im Sozialamt musste ich Beiträge ausrechnen, und im Veterinäramt war ich viel unterwegs, ich durfte zum Beispiel einmal zuschauen, wie Schafen Blut abgenommen wurde.“

Nach dem Abschluss der Ausbildung im nichttechnischen mittleren Dienst kann sich Saskia Pitz vorstellen, noch die dreieinhalbjährige Ausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst anzuhängen. Die Voraussetzungen dazu hat sie – sie besitzt das Fachabitur. Doch zunächst einmal konzentriert sie sich vollständig auf ihre momentanen Aufgaben. Im Personalamt ist die Auszubildende besonders mit den Angelegenheiten ihrer Mitauszubildenden betraut. So muss sie zum Beispiel Bestimmungen, die nicht im Ausbildungsvertrag geregelt sind, aus dem Gesetzestext heraussuchen. Außerdem befasst sie sich unter anderem mit Kündigungsbestätigungen oder der Regelung von Elternzeiten.

Das Ausbildungsbild des mittleren nichttechnischen Dienstes ist weitestgehend mit dem der Verwaltungsfachangestellten identisch. Es umfasst das Bearbeiten von Rechts- und Verwaltungsvorgängen in den verschiedenen Fachämtern und vermittelt unter anderem Kenntnisse im Verwaltungs- und im Kommunalrecht, im Bürgerlichen Recht sowie Grundzüge der Wirtschafts- und Haushaltsführung. „Ich habe mich schon immer für Gesetze interessiert, und so habe ich mich nach dem Berufskolleg beim Landratsamt beworben“, erläutert Saskia Pitz.

Neben der Arbeit gefällt der Auszubildenden vor allem der gute Kontakt zu ihren Mitauszubildenden. Besonders der erste und zweite Ausbildungsjahrgang verstünden sich sehr gut miteinander, sagt Pitz. Deshalb trifft sie sich in der Frühstücks und der Mittagspause auch immer mit den anderen Auszubildenden. Zwei- bis dreimal im Jahr steht zusätzlich ein von der Jugendauszubildendenvertretung organisiertes Essen an.

Nach Feierabend und am Wochende ist Saskia Pitz vor allem sportlich sowie musikalisch aktiv. Sie ist Mitglied in der Tischtennisabteilung des TSV Assamstadt, am Wochenende stehen meist Spiele gegen Teams aus der Umgebung an. Neben dem Sport in der Halle bewegt sich die angehende Verwaltungswirtin aber auch gerne an der frischen Luft, am liebsten mit Rollen unter den Füßen auf ihren Inlineskates. In der Trachtenkapelle Stuppach hat sie mit ihrem Saxophon zahlreiche Auftritte im Jahr.

In der Berufsschule lernt Saskia Pitz vor allem Recht, kommunales Finanzwesen und EDV. „Rechnungswesen kenne ich bereits vom Berufskolleg, aber Recht zum Beispiel ist für mich ein völlig neues Fach.“ Aber auch die „normalen“ Schulfächer wie Gemeinschaftskunde, Sport und Religion stehen für die Auszubildende weiterhin auf dem Programm. Während sie in den Berufsschulphasen meistens den Nachmittag frei hat, muss sie im Landratsamt 41 Stunden in der Woche, die Auszubildende ist im Beamtenverhältnis auf Widerruf, arbeiten.

Saskia Pitz blickt bereits auf den Januar 2012 voraus. Dann beginnt ihr sechsmonatiger Lehrgang in Esslingen. „Eine Wohnung in Esslingen müssen wir uns leider selbst suchen, da wir im Studentenwohnheim nahe der Verwaltungsfachschule nicht unterkommen können“, sagt Saskia Pitz. Dennoch freut sich die Auszubildende bereits auf diese Zeit, auch wenn sie mit viel Lernen verbunden sein wird, denn am Ende des Lehrgangs und somit der Ausbildung stehen die schriftliche und die mündliche Staatsprüfung.

Dieser Beitrag entstand im Mai 2011.

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