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B.Sc.-Studium Umwelttechnik - "Erfahrungsbericht"

Januar 2015: Das Landratsamt bietet erstmals den Studiengang Sicherheitswesen im Bereich Umwelttechnik an. Harald Müller bewirbt sich. Der 33-Jährige ist gerade als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet. Dort hat man ihm im Jahr 2012 die Möglichkeit eines Praktikums gegeben, welches er bei unserem Landratsamt im Bereich Gewerbeaufsicht des Umweltschutzamtes absolvierte.

Student im Fach Umwelttechnik

Ab diesem Zeitpunkt war Harald Müller sich sicher: In diesem Bereich sollte seine berufliche Zukunft liegen. Sein Interesse für das Sicherheitswesen entstand allerdings schon vor seinem vierwöchigen Praktikum bei unserem Landratsamt. Seine Ausbildung als Kfz-Mechaniker, welche er direkt nach der Schule abschloss, erweiterte er bei der Bundeswehr mit der Fortbildung zum Kfz-Meister. Dabei rutschte er immer weiter in die Sparte Arbeitsschutz. Dort war er als technischer Beauftragter für Prüfungen an Arbeitsmitteln zuständig und bildete sich zur Fachkraft für Arbeitssicherheit fort.

Auf seine Bewerbung um den Studienplatz folgten die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei unserem Landratsamt und schließlich die Zusage. Das Studium Bachelor of Science Sicherheitswesen-Umwelttechnik an der Dualen Hochschule in Karlsruhe stellte für ihn die perfekte Möglichkeit dar, das Arbeitsfeld zu vertiefen und zu erweitern, in welches er durch Zufall hineingeraten war. Das notwendige Fachabitur erlangte er an der Bundeswehrfachschule Veitshöchheim.

Harald Müller startete sein Studium am 1. Oktober 2015 mit einer Theoriephase an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Karlsruhe. Der Studiengang Sicherheitswesen teilt sich in die drei Vertiefungsrichtungen Strahlenschutz, Arbeitsschutz und Umwelttechnik auf. Von seinen derzeit 27 Mitstudenten stammt etwa die Hälfte aus dem Einzugsgebiet Karlsruhe und der Rest aus dem gesamten Bundesgebiet. Er selbst kommt ursprünglich aus Geroda in der Rhön, wohnt seit 2011 aber mit seiner Frau und seiner fünfjährigen Tochter in Großrinderfeld.

Wie bei einem Dualen Studium üblich, wechseln sich Theorie- und Praxisphasen jeweils im dreimonatigen Rhythmus ab. Den Studiengang Sicherheitswesen beschreibt er als „Nischenstudium", weshalb sich die Anzahl der Klassen meist auf eine beschränkt und einzig an der DHBW Karlsruhe angeboten wird. Der Bereich Umwelttechnik zielt darauf ab, naturwissenschaftlich geprägte Ingenieure zur Mithilfe bei der Bewältigung anstehender technischer Umweltprobleme auszubilden. Die Fächer in den Theoriephasen an der Hochschule bestehen aus naturwissenschaftlichen Grundlagen in Mathematik, Physik und Chemie. Hinzu kommen spezifische Vorlesungen beispielsweise in Geologie, Arbeits- und Brandschutz sowie Qualitätsmanagement.

Während seiner Praxisphasen bekommt Harald Müller Einblicke in die verschiedenen Sachgebiete des Umweltschutzamtes (insbesondere Gewerbeaufsicht und Immissionsschutz) und darf die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Leitbranchen begleiten und unterstützen. Am besten gefällt ihm, dass seine Aufgaben schon jetzt sehr abwechslungsreich sind. „Jeder Fall stellt eine neue Herausforderung dar, da er sich von allen anderen unterscheidet. Dadurch wird es nie langweilig", sagt er voller Begeisterung. Er hofft darauf, nach seinem Studium weiterhin bei unserem Landratsamt tätig sein zu können. „Denn ich habe nun genau das gefunden, was mir Spaß macht", sagt Harald Müller.

Dieser Beitrag entstand im September 2016.

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