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09.02.2016

Neue Gemeinschaftsunterkunft in der Kreisstadt belegt

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Tauberbischofsheim in Betrieb genommen. Im ehemaligen Postgebäude wurden am Freitag, 5. Februar, zunächst 48 Flüchtlinge untergebracht, davon 46 Afghanen und zwei Iraner. Sie waren zuletzt in verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht.

Die Gemeinschaftsunterkunft bietet Schlafräume und einen Aufenthaltsraum. Duschen, Toiletten und Küchenbereiche wurden aufgrund des dringenden Platzbedarfs in modernen Containern im Hof des Gebäudes bereitgestellt. Diese sind direkt an das Gebäude angeschlossen. Die Bevölkerung, insbesondere die Nachbarn, wurden zuvor in einer weiteren öffentlichen Informationsveranstaltung umfassend unterrichtet.

Der Standort in der Innenstadt des Mittelzentrums Tauberbischofsheim wird den Vorgaben des Flüchtlingsaufnahmegesetzes in idealer Weise gerecht. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass in fußläufiger Entfernung zu den Gemeinschaftsunterkünften die notwendigen Infrastruktureinrichtungen wie Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und ÖPNV-Anschluss verfügbar sein müssen. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden durch Fachkräfte des Landratsamtes professionell sozial betreut, auch ein Hausmeisterdienst ist vorhanden. Darüber hinaus hofft die Landkreisverwaltung, dass die Einwohner von Tauberbischofsheim die neuen Mitbürger positiv aufnehmen und sich weitere ehrenamtliche Helfer ergänzend in die Betreuung einbringen werden. Entsprechende Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Bisher engagieren sich an allen Standorten von Gemeinschaftsunterkünften in Tauberbischofsheim zahlreiche Ehrenamtliche für die untergebrachten Flüchtlinge.

Nach einem Verteilungsschlüssel weist das Land Baden-Württemberg dem Main-Tauber-Kreis aktuell monatlich rund 1,2 Prozent der zu verteilenden Flüchtlinge zur vorläufigen Unterbringung zu. Dies entspricht aktuell rund 43 Menschen pro Woche. Vor diesem Hintergrund bereitet die Landkreisverwaltung mit Hochdruck weitere Unterbringungsmöglichkeiten vor, aktuell beispielsweise in Bad Mergentheim, Creglingen, Wittighausen und Gissigheim.

Der Landkreis hat das ehemalige Postgebäude Ende des vergangenen Jahres erworben. Aktuell läuft das Baugenehmigungsverfahren für die Nutzung als Gemeinschaftsunterkunft. Mit der Stadt Tauberbischofsheim als zuständiger Baurechtsbehörde wurden vereinbart, dass bereits während des Genehmigungsverfahrens zunächst bis zu 55 Plätze genutzt werden dürfen. Aktuell ist geplant, dass im Gebäudeteil an der Straße bis zu 85 erwachsene Flüchtlinge und im zurückgesetzten, separaten Zwischenbau bis zu 20 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), also Flüchtlinge unter 18 Jahren, untergebracht werden. Für die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge wird die Jugendhilfe Creglingen e.V. sorgen.

Insgesamt stehen nun im Landkreis 1475 Plätze für die vorläufige Unterbringung von Erwachsenen zur Verfügung, die bis auf Restkapazitäten alle belegt sind. Sie verteilen sich auf 24 Unterkünfte in 15 Städten und Gemeinden. Im Sinne einer dezentralen und integrationsfreundlichen Verteilung werden dabei alle Städte und Gemeinden im Landkreis einbezogen. In Wertheim besteht eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Baden-Württemberg mit rund 1000 Plätzen, in sämtlichen anderen 17 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises werden Unterkünfte für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet oder die bestehenden Kapazitäten bedarfsgerecht erweitert. Bis zum Jahresende müssen kreisweit voraussichtlich rund 2500 Plätze zur Verfügung stehen. Die vorläufige Unterbringung durch die Kreise ist die zweite Stufe im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung nach der Erstaufnahme durch das Land.

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