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08.02.2017

Infotag für VABO-Schüler an der Gewerblichen Schule

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis, das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber (INW), die Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim-Schwäbisch Hall, die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken (IHK) und die Handwerkskammer Heilbronn-Franken (HWK) wollen junge Flüchtlinge auf dem Weg in eine berufliche Ausbildung unterstützen. Gemeinsam veranstalteten sie deshalb kürzlich an der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim für die Vorbereitungsklasse Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse 2 (VABO 2) den ersten Informationstag zum Thema „Duale Ausbildung in Deutschland“.

Vorbereitungsklasse "Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse 2"

In einer kurzen Vorstellungsrunde hatte jeder einzelne Schüler die Gelegenheit, über seine Berufswünsche sowie beruflichen Vorerfahrungen zu berichten. Danach erhielten die Lernenden der Klasse VABO 2 von Integrationsmanager Julian Wegmann vom INW eine Übersicht über das Schulsystem in Baden-Württemberg sowie über berufliche Anschlussmöglichkeiten nach dem Absolvieren des VABO. Weiterhin zeigte Julian Wegmann Vorteile auf, die ein Leben im ländlich geprägten Main-Tauber-Kreis mit sich bringt. In der Region fallen beispielsweise deutlich günstigere Mietpreise im Vergleich zu Großstädten wie Stuttgart, Mannheim oder Frankfurt an.

Dieter Sillner von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und Bernd Schaupp von der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken standen Schülern und Lehrern als Experten auf dem Gebiet Integration durch Ausbildung Rede und Antwort. Beide sind sich sicher, dass die Integration dieser jungen Menschen gelingen kann, wenn ihnen dabei geholfen wird, einen Ausbildungsplatz zu bekommen und eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. So sollen die VABO-Schüler ihre Neigungen und Stärken kennen lernen, indem sie – sofern ausreichende Deutschkenntnisse vorhanden sind – zunächst erste Erfahrungen in Form von Praktika sammeln.

Weiterhin wiesen Schaupp und Sillner darauf hin, dass viele junge Asylbewerber es vorziehen würden, einen – oftmals besser bezahlten – Hilfsjob anzunehmen anstatt eine Ausbildung zu beginnen. Es falle auf, dass die jungen Menschen möglichst schnell Geld verdienen wollten. Den Flüchtlingen sei leider der hohe Stellenwert beruflicher Ausbildung in Deutschland nicht immer bewusst.

Die Schülerinnen und Schüler der VABO 2 wissen nun, dass es sich langfristig auszahlt, eine Ausbildung zu machen: Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung verdienen über ihr Erwerbsleben hinweg eben deutlich mehr als Ungelernte.

Auch Carolin Krank von der Bundesagentur für Arbeit zeigte Perspektiven für junge Asylbewerber auf und erläuterte den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, der vom Aufenthaltsstatus abhängig ist. Nun steht für die beiden VABO-Klassen ein Besuch bei der Arbeitsagentur an, um die Kompetenzen der einzelnen VABO-Lernenden festzustellen und darauf basierend individuelle Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

„Juristisch fit“ gemacht wurden die Heranwachsenden von Michael Mohr, dem Integrationsbeauftragten des Main-Tauber-Kreises. Er erläuterte ihnen, was beim Abschluss eines Ausbildungsvertrags zu beachten ist und ging dabei ausführlich auf Rechte und Pflichten von Auszubildenden ein.

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