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02.02.2017

Informationsveranstaltung: Geflüchtete als MitarbeiterInnen

Zahlreiche Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken haben erste Erfahrungen in der Gewinnung und Integration Geflüchteter als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesammelt. Viele weitere Unternehmen stehen diesem Thema offen gegenüber. Das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber (INW) und das Welcome Center Heilbronn-Franken bieten diese kostenfreie Veranstaltung am Donnerstag, 9. Februar, von 15 bis 18 Uhr für Interessierte aus Unternehmen und Institutionen der Region Heilbronn-Franken bei der bfz gGmbH in Bad Mergentheim, Bahnhofstraße 10, an.

In zwei parallel stattfindenden Foren wird anhand von praktischen Beispielen der Einstellungsprozess erläutert und werden interkulturelle Kompetenzen geschult. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Personalabteilungen und der Geschäftsführung, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen, erhalten wertvolle Tipps und Informationen zur Einstellung von Geflüchteten. Unternehmen, die bereits Geflüchtete eingestellt haben, haben die Möglichkeit, sich im Hinblick auf die Chancen und Herausforderungen im Arbeitsalltag auszutauschen und nützliche Hilfestellungen zu erhalten.

Seit Oktober 2016 bietet das INW mit der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HWK) und der Bundesagentur für Arbeit Informationsveranstaltungen für ausbildungsinteressierte Geflüchtete unter anderem in den gewerblichen Schulen des Main-Tauber-Kreises und des Hohenlohekreises an.

Im Jahr 2017 wird das INW mit seinen Netzwerkpartnern nun auch Veranstaltungen für Unternehmen anbieten. „Vor der Aufnahme eines Praktikums, einer Ausbildung oder Beschäftigung stellen sich viele Fragen – sowohl für Geflüchtete als auch für die Unternehmen“, erklärt Projektleiterin Dr. Silvia Keller. Das INW leistet mit seinen Netzwerkpartnern damit einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten in der Region Heilbronn-Franken.

Hintergrundinformation

Im Hohenlohekreis und dem Main-Tauber-Kreis gibt es seit Januar 2016 ein neues Projekt – das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber. In einem Kooperationsverbund sollen modellhaft Strukturen, Instrumente und Methoden zur besseren Integration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Flüchtlingen entwickelt und in der Praxis erprobt werden.

Die Federführung des Projektes hat der Hohenlohekreis übernommen, wobei eine enge Verzahnung beider Landkreise erfolgt. Neben dem Main-Tauber-Kreis partizipieren in beiden Landkreisen weitere Netzwerkpartner, die Arbeitsinitiative im Hohenlohekreis gGmbH (AIH) und der Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis e.V. im Hohenlohekreis und die Kolping Bildung und Soziales gGmbH im Main-Tauber-Kreis.

Während die Landkreise selbst Integrationsmanagerinnen und -manager beschäftigen, bieten die Teilprojektpartner AIH und Kolping Integrationstraining und vertiefte Kompetenzfeststellung an. Der Kreisdiakonieverband und die Kolping Bildung und Soziales gGmbH haben jeweils eine Mitarbeiterin eingestellt, die sich mit den Fragen „Ehrenamt und Arbeitsmarkt“ beschäftigt.

Das Integrationsnetzwerk Hohenlohe Main-Tauber agiert dabei in enger Abstimmung mit weiteren Partnern wie der Bundesagentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, den Jobcentern beider Landkreise, der IHK, der HWK, dem Welcome Center und Bildungsträgern

In Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner soll das Ziel erreicht werden, insgesamt 840 Asylbewerberinnen und -bewerber sowie Flüchtlinge mit nachrangigem Arbeitsmarktzugang durch Hospitationen, Praktika, Betriebsbesichtigungen und Schulungen an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Mit Hilfe des Modellprojektes im Hohenlohekreis und Main-Tauber-Kreis soll dies schneller und nachhaltiger erfolgen. 40 Prozent der Teilnehmenden sollen in eine abhängige oder selbstständige Beschäftigung, in eine Ausbildung oder in eine schulische Ausbildung vermittelt werden.

Der Förderzeitraum beträgt vier Jahre und läuft vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019. Die Finanzierung erfolgt aus insgesamt 2,6 Millionen Euro Fördermitteln, wovon rund 90 Prozent (2,34 Millionen Euro) vom Bund inklusive Europäischer Sozialfonds und rund zehn Prozent durch Eigenleistung der Landkreise (142.000 Euro) und der Teilprojekte gestemmt werden.

Die rechtlichen Grundlagen sind die ESF-Integrationsrichtlinie Bund mit dem Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF) und die Fördergrundsätzen für Zuwendungen aus dem Europäischen Sozialfonds des Bundesverwaltungsamtes.

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