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24.01.2017

Flüchtlinge sollen Unterlagen übersichtlich aufbewahren

Mit dem Projekt „Mein Ordner“ möchte das Integrationsnetzwerk „Hohenlohe-Main-Tauber“ dazu beitragen, dass die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Gesellschaft noch besser gelingen kann. Durch eine gut strukturierte Sammlung aller ihrer wichtigen Dokumente in einem Ordner sollen Flüchtlinge sowie ihre ehrenamtlichen und professionellen Helfer künftig besser zurechtkommen. Nun wurde mit einer Informationsveranstaltung im Landratsamt Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim der Startschuss für die Verteilung der Ordner an geflüchtete Menschen gegeben.

Vorstellung des Projekts bei der Informationsveranstaltung im Landratsamt.

Julian Wegmann und Karin Aeckerle, Integrationsmanager des Integrationsnetzwerks für den Main-Tauber-Kreis, stellten das Projekt vor. Ab Februar soll erwerbsfähigen Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen ein Ordner angeboten werden. Die Ordner werden durch das Jobcenter an anerkannte Flüchtlinge sowie durch das Integrationsnetzwerk und die Arbeitsagentur Tauberbischofsheim an Asylbewerber ausgegeben. Es wurde vereinbart, dass die Ehrenamtlichen in den Helferkreisen anschließend die Flüchtlinge bei der Nutzung der Ordner anleiten und sie dabei unterstützen. Für den Main-Tauber-Kreis stehen zunächst 800 Ordner zur Verfügung.

Das Projekt „Mein Ordner“ war erstmals bei einem Treffen des Aktionsbündnisses Integration im Main-Tauber-Kreis im Sommer 2016 vorgestellt worden. Seitdem lief die konzeptionelle Weiterentwicklung und Abstimmung. Zwecks des Projektes ist es, dass der einzelne Flüchtling alle wichtigen Dokumente und Unterlagen in einem gut strukturierten Ordner sammeln kann.

„Oftmals tragen Flüchtlinge wichtige Dokumente ungeordnet in einer Plastiktüte herum“, machte Karin Aeckerle deutlich. Durch das Projekt „Mein Ordner“ soll nun eine übersichtliche Aufbewahrung geschaffen werden. Davon sollen zum einen die Flüchtlinge selbst durch einen besseren und schnelleren Integrationsprozess profitieren. Zum anderen sollen die professionellen und ehrenamtlichen Helfer zügiger und einfacher ihre Aufgaben erledigen können; Doppelarbeit soll vermieden werden.

Der Ordner ist durch ein Register in mehrere Rubriken aufgeteilt. Alle relevanten Unterlagen wie Bescheide, Zeugnisse oder Anmeldungen zu Sprachkursen können darin abgelegt werden. Durch diese Lösung wird der Datenschutz gewährleistet, da jeder Flüchtling Herr seines eigenen Ordners bleibt und diesen selbst den entsprechenden Stellen vorlegt. Zudem wird der Informationsfluss zwischen unterschiedlichen Stellen gewährleistet, da zum Beispiel jederzeit ersichtlich ist, welche Maßnahmen und Kurse bereits absolviert wurden und wo weiter angeknüpft werden kann. Dadurch sollen eine noch zielgenauere Beratung und eine noch engere Verzahnung aller Integrationsmaßnahmen möglich werden.

„Die geflüchteten Menschen sollen schrittweise erkennen, dass es sinnvoll ist, seine eigenen Dinge zu ordnen“, sagte Patrick Mandl von der Agentur für Arbeit. Wenn viele Flüchtlinge am Projekt „Mein Ordner“ teilnehmen, könne dieses für eine hohe Transparenz und verbesserte Integrationsprozesse sorgen. Hans-Jürgen Reusch, Koordinator der ehrenamtlichen Asyl-Helferkreise in Tauberbischofsheim, bezeichnete das Projekt als „uneingeschränkt gute Sache“.

Das Projekt „Integrationsnetzwerk Hohnlohe-Main-Tauber“ wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen“ (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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