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24.03.2016

"Aktionsbündnis Integration" gegründet

Zu einem „Aktionsbündnis Integration“ hat Landrat Reinhard Frank Vertreter von Schulen, Volkshochschulen, Weiterbildungsinstitutionen, kirchlichen Trägern, Industrie- und Handwerkskammer, Jobcenter und Agentur für Arbeit aufgerufen. Das Ziel des Zusammenschlusses ist die Ausarbeitung eines „Masterplanes Integration“ zur nachhaltigen Integration von Flüchtlingen.

 
Landrat Frank ruft "Aktionsbündnis Integration" ins Leben

Im Dezember des vergangenen Jahres fand das erste Treffen des „Aktionsbündnisses Integration“ statt. „Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kann uns die Mammutaufgabe Integration gelingen“, hatte Landrat Frank beim ersten Treffen erklärt. „Wir müssen das Know-How von allen Teilnehmern bündeln und daraus ein maßgeschneidertes Konzept entwickeln“, sagte Landrat Frank. Um die Informationen zusammenführen zu können, war es nötig, dass alle Institutionen ihre Maßnahmen dem Landratsamt mitteilten. Die Rückmeldungen wurden zu einem Masterplanentwurf zusammengeführt und im zweiten Treffen vorgestellt.

Der Plan gliedert sich in vier große Themenfelder: Sprache, Schule, Ausbildung und integrationsfördernde Maßnahmen. Das Erlernen der deutschen Sprache ist die Grundvoraussetzung für die Integration in die Gesellschaft, darüber waren sich alle Institutionen einig. Schwieriger ist es aber, den Überblick zu behalten, wann, wer, wo, welchen Sprachkurs anbietet und woher die Finanzierung kommt. Mittlerweile haben rund 1.100 Flüchtlinge einen Sprachkurs im Main-Tauber-Kreis besucht. Die Sprachkurse werden überwiegend von den drei Volkshochschulen im Main-Tauber-Kreis organisiert und durchgeführt. Um das Angebot der weiterführenden Sprachkurse zu koordinieren, wurde beschlossen, dass ein zentraler Sprachkoordinator eingesetzt werden soll. Im Rahmen der Sprachförderung leisten auch die vielen ehrenamtlichen Helfer einen wichtigen Beitrag.

Das Staatliche Schulamt in Künzelsau ist in dem „Aktionsbündnis Integration“ ebenfalls vertreten. Die Sprachförderung erfolgt integrativ in den regulären Klassen oder in Sprachförderklassen. Die beruflichen Schulen haben bislang fünf sogenannte Vorbereitungsklassen eingerichtet, in denen Jugendliche oder junge Erwachsene unterrichtet werden. Ein aktuell großes Problem ist die Gewinnung von zusätzlichem pädagogischem Personal. Das Schulamt bittet aus diesem Grunde bereits pensionierte Lehrkräfte um ihre Mithilfe und stundenweisen Einsatz. Interessierte pensionierte Lehrkräfte können sich beim Staatlichen Schulamt in Künzelsau melden.

Für die Aufgabenbereiche Sprache, Kompetenzfeststellung und Kooperation mit den Helferkreisen sollen nun Expertengruppen gebildet werden, die jeweils vom Landratsamt oder der Agentur für Arbeit koordiniert werden. Die Expertengruppen ermitteln den Handlungsbedarf und legen weitere Umsetzungsschritte fest.

Aktuell stehen im Main-Tauber-Kreis 1505 Plätze für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Sie verteilen sich auf 24 Unterkünfte in 15 Städten und Gemeinden. Im Sinne einer dezentralen und integrationsfreundlichen Verteilung werden dabei alle Städte und Gemeinden im Landkreis einbezogen. In Wertheim besteht eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Baden-Württemberg mit rund 1000 Plätzen, in sämtlichen anderen 17 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises werden Unterkünfte für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet oder die bestehenden Kapazitäten bedarfsgerecht erweitert. Bis zum Jahresende müssen kreisweit voraussichtlich rund 2500 Plätze zur Verfügung stehen. Die vorläufige Unterbringung durch die Kreise ist die zweite Stufe im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung nach der Erstaufnahme durch das Land.

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